… an dem ich einfach aufhören kann, toxische Beziehungen zu führen.
Vorher sollte es noch etwas schlimmer werden. Ich sollte mich nicht nur sprichwörtlich, sondern auch wortwörtlich ins eigene Fleisch geschnitten haben, meine letzten Ersparnisse hergegeben und vor Scham im Erdboden versunken sein, bevor ich erkennen konnte, dass nicht alles nur meine Verantwortung war.
Aber der Reihe nach!
Wir telefonierten einige Male und ich hatte auch schon einige Schmetterlinge im Bauch. Ja, er hat es schon drauf gehabt, Emotionen in einem zu wecken. Und wir schrieben auch einige WhatsApps hin und her. Ich wusste schon, dass er in der Nähe von Frankfurt lebte und ich sagte, ich wohnte in der Nähe der Landeshauptstadt.
Und weil das Wetter so schön war, es hatte geregnet und die dunklen Wolken wurden von der Sonne angestrahlt, sodass sich ein wundervoller Regenbogen bildete. Und weil ich so naiv und verkitscht bin, schickte ich ihm das Bild meines Regenbogens.
Es war so ein ähnliches Bild wie dieses hier, nur mit ein bisschen mehr Regenbogenhimmel und ein bisschen weniger Wohnung. Darauf schrieb er mir: „So weit ist der Dreescher Markt ja nicht weg von der Landeshauptstadt…“
Ich war sehr erschrocken! Ich hatte ihm bis dahin noch nicht gesagt, wo ich wohnen würde und fragte ihn dann auch direkt, wie er es wissen könne. Er sagte, er hatte die Metadaten des Fotos ausgelesen.
„Du hast was?“
„Ja, bei jedem Bild wird der Standort und die Uhrzeit, also die sogenannten Metadaten, mit übertragen.“
Na, ich wusste ja, was die Metadaten einer digitalen Fotografie sind, darum ging es mir in der Frage auch nicht. Es ging mir darum, dass er einen gewaltigen Schritt über meine Privatsphäre hinaus gegangen ist. Obacht: Wenn er deine Grenzen nicht respektiert und auch nicht abwarten kann, bis du ihm von dir aus die Tür öffnet, könnte es sein, dass er NICHT an dir, sondern an der Türe interessiert ist.
Ich wurde abgeschätzt, ob ich wohl eine gute Gelegenheit sein könnte, aus seiner eigenen Scheißsituation und der Bettritze seiner Eltern herauszukommen. Halleluja!









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