Ist der Himmel unerreichbar und die Hölle droht, ist es sicherer in der Zwischenwelt, doch tot ist tot.
Was unser Held, Max Cunningham, nicht bedacht hatte, war, dass diese Zwischenwelt ein Callcenter ist. Ein himmlisches Callcenter in dem Fall. In diesem Callcenter sind die Agents, manche nennen sie Schutzengel, darum bemüht, ihre Eintrittskarte ins ewige Königreich zu verdienen, indem sie versuchen, unsere Wünsche auf Erden zu erfüllen, mit wechselndem Erfolg.
Die Agenten setzen sich zusammen aus Kleinganoven, untreuen Eheleuten und Versicherungsvertretern: In ihrem irdischen Leben waren sie zu ungezogen, um direkt in den Himmel zu kommen, aber sie haben jetzt auch nicht so eine schwarze Seele, dass sie in die Hölle gehören. So haben sie eben die Chance, sich im Callcenter ein Ticket zu erarbeiten.
Max Cunningham war bis zu seinem autounfall, der mehr oder weniger tödlich verlief, ein mittelmäßiges Software Entwickler, von seiner Freundin verlassen, weil er nicht genügend gasgegeben hat, in seiner Beziehung und auch in seiner Karriere. Ein finsteres Geheimnis, ich weiß noch nicht genau welches, aber das entwickelt sich vielleicht noch, oder wir entwickeln das gemeinsam noch, zwinker zwinker, aus seiner Vergangenheit, hinderte ihn daran, unser da im nun den Einzug ins Himmelreich. Was war so schlimm? Was hat er angestellt oder unterlassen, was sie mir jetzt so angelastet wird?
Aber weil es nun das einzige ist, was er sich hat, zu Schulden kommen lassen, ist er im Callcenter, im himmlischen Callcenter in diesem Fall wieder zu sich gekommen, und soll seine Schuld jetzt abarbeiten. Er hat also eine zweite Chance bekommen, um zu beweisen, dass er doch das Herz auf dem rechten Fleck hat und einfach nur ein Mensch ist, der für seine Werte einstellt, was ihn ja auch wieder ehrt, auch wenn es, dass Geheimnis betreffend, etwas und zweckdienlich gewesen war.
So hat er im Callcenter die Aufgabe bekommen, Amelia Handrie zu bewachen. Er soll der neue Schutzengel, aka Bodyguard, von Amelia sein und er denkt noch so bei sich: „Ach… das ist ja einfach.“, Als ich die ganze Sache in eine vollkommen andere Richtung entwickelt. Max muss hilflos mit ansehen, wie Amelia in den Fokus der Unaussprechlichen gerät. (dabei ist die Bezeichnung der Unaussprechlichen erst mal nur ein Platzhalter, da schaue ich noch in meinen alten Grimoires nach, wer sich dafür am besten eignet.) Max versucht, Amelie zu warnen und ihr zu helfen, die Gefahr abzuwenden, schafft es manchmal nur mit Mühe, dass Amelia nichts passiert, aber es wird alles in allem immer dramatisch sein.
Max begibt sich auf die Suche nach einer besseren Möglichkeit, Amelie zu erreichen. Dabei ist es interessant zu beobachten, was für Tools die Agenten in ihrem himmlischen Callcenter zur Verfügung haben. Sie sind eine Art Operator, wenn Sie jemanden haben, den sie auf der Erde erreichen können. Dann gibt es Suchmaschine ist ja klar wenn es Google Earth gibt gibt es vielleicht auch Google Haeven? Jedenfalls eine Art, himmlischer Ordnungssysteme und noch einige andere spannende Sachen auch, die wir im Laufe der Geschichte noch entwickeln werden.
Auf der Suche nach einem Medium oder etwas, mit dem Max gut kommunizieren kann, gerät er an die Bloggerin Valeria Wolkowa. Valeria kommt aus einer Ost europäischen Ecke, ursprünglich hatte ich ja gedacht aus Russland. Ich weiß nicht, ob das politisch so korrekt ist oder vielleicht ist gerade das auch ein interessanter kleine Sidehustle. Also, auf der einen Seite kann man sie mit ihren Wurzeln in Russland irgendwo ansiedeln, und auch ein wenig von der politischen Situation mit einfließen lassen, aber dazu muss ich mich erst mal entscheiden, wann genau diese Geschichte spielt, oder man lässt das alles raus und gibt ihr Wurzeln aus Rumänien. Da sind die Menschen ja auch immer sehr zauberhaft und prädestiniert für den Umstand, dass sie von Schutzengel gut erreichbar und zum Channeln geeignet sind.
Max hat also nun die Möglichkeit, mit Valeria, eine Bloggerin, zu kommunizieren, und die Gefahr scheint gebannt. Zu allem Ärger. Nice hat Valeria aber all ihre spirituellen Wurzeln gekappt und verleugnet beharrlich alles, was ein übernatürlichen Touch hat. Sie kann sich also selber nicht glauben, dass sie eine Botschaft von jemanden erhält, den sie nicht mal sehen kann. Das macht eine Kommunikation natürlich eher schwierig.
Valeria spielt eine Schlüsselrolle, sie hat die Rolle der rasenden Reporterin inne, wenn man sich an das Buch Schweden Krimis, oder wie man einen guten Schweden Krimi schreibt, oder so ähnlich, heißt das Buch. Sie ist quirlig, fröhlich, hat manchmal auch eine sogenannte Kotterschnauze, hat eventuell auch recht auffällige bunte Kleidung an aber das sind erst mal nur erste Gedanken, das kann sich noch im Laufe der Zeit verändern. Wie gesagt ich möchte dir hier ja nicht nur die reine story erzählen, sondern auch ein wenig Hintergrund. Also dich mitnehmen auf die Reise, wie bei mir eine Geschichte entsteht und wie sie sich verändert. Im Laufe der Zeit, entwickelt… Valeria ist also eher ein Delfin, wenn man von den vier Grund, Persönlichkeiten ausgeht. Haifisch mal Delfin und Eule, dann ist Valeria eher ein Delfin mit in dem Teil Eule.
So, nun dachte Marx, als er es dann geschafft hatte, Valeria zu überzeugen, dass es gut ist, mit ihm zu kommunizieren, für beide Seiten, dass jetzt alles klar ist und er Amelia gut durch die Irrungen und Wirrungen des Lebens gleiten kann. Aber da tun sich auch schon die nächsten Schwierigkeiten auf. Nicht nur, dass es so ist, dass Max sich natürlich in Amelia verliebt und unglaublich traurig darüber ist, dass er ihr seine Liebe nicht zeigen kann, und abgesehen davon, dass die Schergen der Unaussprechlichen, von denen wir die Namen noch nicht kennen, auch noch mal einen Zahn zulegen, um ihre Interessen durchzusetzen, gibt es auch im himmlischen Callcenter eine komische Entwicklung, bei der die einzelnen Abteilungen eher gegeneinander als miteinander arbeiten und sich die einen für besser halten als die anderen.
So kommt es, dass Max, der mittlerweile auch einige Verbündete gefunden hat, die zwar auch ihre eigenen Ziele verfolgen und ihrem eigenen Verlangen Folgen müssen, haben Sie doch ein gemeinsames, übergeordnetes Ziel, was ich im nächsten Schritt noch ein wenig explizit heraus formulieren möchte, sich auf einen langen Weg begeben muss, hinein in die ewigen Nebel, in denen Seelen aber auch schon mal verloren gehen können. Die Gefahren, die auf unsere Gefährten lauern, sind manigfaltig.
Was kann Max tun, um Amelias Leben und um ihre Seele zu retten? Kann er seine Verbündeten überzeugen, das ganze Himmel-Hölle-Callcenter-Universum zu retten, in dem sie sich in die Nebel aufmachen? Und wenn er das schafft, wie kann er dann zurück auf die Erde gelangen, damit der sich zwischen Amelia und all die Gefahren, die auf sie lauern stellen kann? Und wird er dadurch seine Schuld begleichen können und inneren Frieden schenken?
Schauen wir uns als erstes einmal unseren Helden etwas genauer an. Wen haben wir denn da? Sein Name ist Max Cunningham. Er ist ein einfacher Programmierer aus Lied, und er genug hat von seinem langweiligen Leben, aber zu feige ist, es selbst zu beenden. Wegen eines alten Traumas (daher kommt auch die Narbe einer alten Wunde am Unterarm), dass er noch nicht überwunden hat, steckt er in einer tiefen Krise. Er musste sich, oder vielleicht musste er sich zwischen seine Mutter und den Mann stellen, den er für seinen Vater hielt.
Alle hielten es für Selbstverteidigung, beziehungsweise Nothilfe, auch das Gericht hat in diesem Sinne entschieden und Max Cunningham, für unschuldig betrachtet, da sonst eher seine Mutter oder auch er selbst zu Tode gekommen wäre, durch die Brutalität seines Vaters. Aber Max Cunningham wusste es besser und konnte nur schwer mit dieser Schuld umgehen. Was war genau passiert, dass dem potentiellen Leser, also dir in diesem Falle, plausibel erklärt, warum Max Cunningham noch so arge Schuldgefühle hat, wenn es doch ein Arschloch gewesen war, fast zu Tode kam? Warum betrachtete sich Marx selbst für ein Mörder?
In jedem Fall verfolgt ihn diese Schuld auf Schritt und Tritt, und darum möchte er gerne abschiednehmen von dieser Welt, er kann ja nicht wissen, dass er dann in einem Callcenter landet und Schutzengel für jemanden spielen soll, und wenn der ganze Driss wieder von Neuem anfängt. Da muss man Max dann schon einmal motivieren und das kann auch noch ein spannender Nebeneffekt sein. Diese Schuld verfolgt ihn auf jeden Fall bis in seine Träume, bis tief in den letzten Winkel, seine Seele. Die nächste Frage, die sich daraus ergibt, wie kann man Marx denn sein süßes Köpfchen, weil hässlich ist er nicht, wieder zurecht rücken, damit er begreifen kann, dass er eben nicht Schuld ist!
Wenn wir uns jetzt einmal das komplette Setting anschauen wollen, dann spielt vieles einmal in England, ich weiß gar nicht warum aber ich hatte zu der Zeit, wo ich diese Geschichte begonnen hab zu schreiben, beziehungsweise eher aus zu denken, hatte ich eine unbändige Sehnsucht nach England und dort, vor allen Ding nach Leeds, aber auch das ist eine andere Geschichte. Vielleicht hatte ich insgeheim die Hoffnung, dass ich ja noch ein wenig recherchieren muss und auf diese Art und Weise einen triftigen Grund dafür finde, dass ich nach Leeds reisen muss. Vielleicht nehmen wir das aber auch zurück und kommen ganz einfach dorthin, wo ich mich auskenne, nach Schwerin im schönen Mecklenburg. Aber das ist noch nicht entschieden. Wenn du dazu eine Meinung hast, dann schreib es mir sehr gerne in die Kommentare.
Die zweite Komponente des Settings ist natürlich das Back-Office, in dem die Agenten als so genannte Schutzengel fungieren. Es ist auf einer der mittleren Ebenen der Weltenesche Ygdrasiel. Und vielleicht es auch aus irgendeinem Grund, der ganze Weltenbaum in Gefahr. Das wäre natürlich das allerbeste. Dann würde sich nämlich auch schon ganz einfach eine zentrale Frage daraus ergeben, die ja bis jetzt noch nicht ganz klar ist, aber wir arbeiten uns darauf zu.
Im nächsten Abschnitt werden wir uns den Schurken zuwenden, wer ist eigentlich der absolute Bösewicht und wer spielt noch alles mit? Bisher kennen wir ja Max, Cunningham, Amelia und Valeria.








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